Entstapler mit Dynamik und Flexibilität

Gerhardi Alutechnik GmbH & Co KG

Gerhardi Alutechnik im westfälischen Lüdenscheid eine zweite Strangpresslinie mit 33 MN Presskraft installierte, wurde auch die Profilverpackung neu organisiert. H+H Herrmann + Hieber lieferte im Rahmen der Logistikautomatisierung einen neuen Entstapler, der sich durch seine Dynamik und Flexibilität auszeichnet.

 

Im Rahmen des Gesamtprojektes sah die Aufgabenstellung bei Gerhardi auch eine gemeinsame, weitgehend automatisierte Profilverpackung für beide Strangpresslinien vor. Dazu sind zwei Packplätze vorgesehen.

Die Packplätze sind ergonomisch optimiert. Angestrebt ist dabei, dass die Profile einzeln griffbereit in der richtigen Position und zum rechten Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Um das sicherzustellen, ist eine automatische Entstapeleinrichtung vorgesehen.

Die den Körben entnommenen Profile werden lagenweise auf Transportbändern abgelegt, die sie zu den Packplätzen transportieren. Die frei gewordenen Zwischenlagen werden in einer Vorrichtung gestapelt, die sie ins Untergeschoss zurücktranspotiert.

Der Entstapler muss auf der einen Seite unterschiedlich breite Körbe im beliebigen Wechsel bedienen. Zudem muss er die Lagen – je nach vorgesehenem Packplatz - auf zwei getrennte Transportbänder ablegen. Die Profile können in den Körben mit Zwischenlagen oder in Kämmen gestapelt sein – auch in dieser Hinsicht arbeitet der Entstapler voll flexibel.

Die neue Staplerkonstruktion ist insofern bemerkenswert, als (mit Ausnahme des Greiferantriebs) auf jegliche Pneumatik verzichtet wird. Stattdessen sind elektrisch geregelte Servomotoren eingesetzt. Diese Bauweise spart Gewicht; tatsächlich wiegt dieser Entstapler nur noch etwa 50% einer vergleichbaren Einrichtung in konventioneller Ausführung. Dies wiederum ermöglicht die Dynamik der Bewegungsabläufe, die für die geforderte Entstapelleistung erforderlich ist.

Die Investition in eine derart automatisierte Verpackung rechnet sich auf mehrfache Weise. Einmal lassen sich Transportschäden nahezu vollständig vermeiden. Hinzu kommt die größere Produktivität der Packplätze.

Das Beispiel des hier vorgestellten Entstaplers zeigt: Wenn nicht auf erprobte Anlagenteile zurückgegriffen werden kann, dann müssen neue, maßgeschneiderte Lösungen entworfen werden. Hierbei kommt H+H die Erfahrung aus zahlreichen Projekten in der Transportautomatisierung von Langgütern zugute.